Frühstücks-Wahnsinn im Café Treibhaus

Samstagmorgen und die Sonne lacht! Der Himmel über unserer Landeshaupstadt ist strahlend blau. Hannoveraner frühstücken bei schönem Wetter nicht gerne zu Hause. Wie viele andere deutsche Großstädter ziehen sie am Wochenende scharenweise aus, um die Cafés dieser Welt zu belagern. Natürlich mit Kind und Kegel. Und somit ist es nichts für schwache Nerven, in einem vollen Lokal in den Tag zu starten. Eltern mit brüllenden Kindern, diskutierende Pärchen oder tratschende Frauen-Truppen muss man in Kauf nehmen. So auch im Treibhaus.

Auf der Ferdinand-Wallbrecht Straße kann man im alteingesessenen Café dem bunten Frühstückstreiben zu sehen. Da brüllt der Sprössling, da flucht der Vater und schmunzelt die Mutter. Der ganz normale Alltagswahnsinn eben. Ach ja, und frühstücken kann man auch. Zum Beispiel ein italienisches Frühstück für 7,10 € (ohne Getränk) oder ein Classic Frühstück, ebenfalls ohne aufmunternden Kaffee, für 5,30 €. Wir bestellen als Extra Beilage Rührei mit Kräuter für 3,20 € und Capuccino (2,30 €). Auf das Frühstück müssen wir trotz quälenden Hungergefühls am Morgen etwas zu lange warten. Mein Vater grummelt vor sich hin: „Ich habe die ganze Nacht nichts gegessen, wo bleibt das Essen bloß.“ Nach einer gefühlten Ewigkeit und tatsächlichen 20 Minuten, sind dann Brot und Brötchen sowie Schinken und Käse da. Ausgehungert von der kalorienfreien Nacht, hauen wir rein. Es schmeckt.

Kleine Pannen verzeihen wir dem bemühten Service schnell. Die jungen Mädels haben alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Gäste zu bedienen. Mal dauern die Getränke etwas zu lang oder es fehlt Besteck. Als der defekte Salzstreuer über dem hart gekochten Ei auskippt, bekommen wir sofort ein neues. Nach knapp zwei Stunden Frühstücks-Wahnsinn ziehen wir mit gefüllten Bäuchen die Ferdi Walli nach Hause. Ein gelungener Start in den Tag war es allemal, ganz nach dem Geschmack eines umtriebigen Großstädters.

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Studenten El Dorado – Leibniz Lounge

Wer studiert, der soll auch gut essen und trinken. Das ist eine allgemein bekannte Weisheit. Da das Geld jedoch immer knapp und der Hunger groß ist, fällt die Auswahl manchmal schwer. Gut, dass es jetzt die neue Leibniz Lounge direkt am Königsworther Platz gibt. Der Uni Biergarten, der früher in Burschenschafts-Händen lag, ist jetzt völlig ideologiefrei gestaltet. Die Betreiber, die bereits den Waterloo-Biergarten, die Schateke und die Nordkurve betreiben, glänzen auch an diesem Standort mit einem passenden Konzept.

Die weiblichen Servicekräfte sind nett anzusehen und kommen braun gebrannt in kurzen Shorts sehr freundlich daher. Im Hintergrund läuft chillige Café del Mar – Mucke und entspannt die Gemüter unbewusst. Aufgeschütteter Sand und Strandstühle sorgen für optimale Urlaubsgefühle nach akademischen Höchstleistungen. Achtung: Studenten sollten sich dennoch nicht zu frei fühlen, hier trinken  auch Professoren jeglicher Institute ihre Biere nach Feierabend. Ganz nach dem Motto: Es gibt immer jemanden der guckt.

Das gastronomische Angebot ist sehr studentenfreundlich. Zum Dauerbrenner könnten zwei Malibu-Cocktails für 4 € werden. Wahlweise wird dieser mit Maracuja und Ananas-Saft oder mit Cola gemixt. Ein frisch fruchtiges Vergnügen für wenig Geld. Die Speisen sind simpel und günstig: Baguettes, Pizza, Salate und Currywürstchen warten auf die hungrigen Gäste, alles um die 5 €. Nennenswert sind die unschlagbaren Bierpreise. Gilde vom Fass kostet 0,3 l / 2 € und 0,5 l / 3,20 €. Bei dieser Beach Bar handelt es sich definitiv um Gastronomie zum Ankommen, Wohlfühlen und Relaxen.

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„Gambas satt“ im El Mercado

Endlich ist der Sommer in Hannover angekommen und die  Lust auf mediterrane Küche steigt. Meine Freunde und ich entscheiden uns dienstagabend für Gambas satt (13,50€) im El Mercado am Lindener Marktplatz. Schon beim Aussteigen aus der Bahn riechen wir den Geruch von Knoblauch und Meeresfrüchten, der über den Platz zieht.

Ein Tisch im Außenbereich ist leider nicht mehr frei und war auch vorab nicht zu reservieren, weshalb wir drinnen sitzen müssen. Die Krustentiere gibt es im Ganzen, dazu wird hausgemachte Aioli und frisches Brot serviert. Wir bestellen zusätzlich einen kleinen gemischten Salat (3,80 €), einen spanischen Salat (8,50 €) sowie Pommes Frites und schon kann das Gepule losgehen. Dazu trinken wir fruchtigen Sangria (12,50 € / 1 l), der unsere Sinne angenehm sanft beduselt.

Leider sind die Kellnerinnen mit der Vielzahl der Gäste etwas überfordert, so dass wir zum Teil sehr lange auf unsere Getränke warten müssen. Die Damen brüllen sich auf spanisch die Bestellungen zu, aber auch dadurch werden Sangria und Co.  nicht schneller serviert. Der Nachschub beim Essen kommt da schon zügiger. Die Gambas schmecken frisch und leicht salzig. Die Männer schaffen fast vier Teller, die Frauen etwas weniger.

Insgesamt ein sehr leckeres Essen in authentischer spanischer Atmosphäre! Gerne wieder!

Schnörkelloses Safran

Die Contine am Königsworther Platz ist mal wieder total überfüllt. Es riecht nach der allseits beliebten Currywurst-Pommes und anderen beliebten Studentengerichten. Doch heute habe ich keine Geduld 15 Minuten für ein kohlenhydratreiches und nährstoffarmes Gericht anzustehen. Ich fahre spontan ins kultige und ewig nicht renovierte Cafè Safran. Tröstend, dass sich manche Dinge  einfach nie verändern, so auch das Safran. Jedenfalls denke ich das, bis ich auf die Tageskarte schaue. Gedanklich rechnete ich mich mit knappen sechs Euro für ein Mittagsgericht. Enttäuscht muss ich feststellen, dass sich im Safran doch etwas verändert hat – und zwar die Preise!

Ich wähle mit Ricotta gefüllte Ravioli in Gorgonzola Sauce für 8,50 €. Das ist kein Mittagstisch-Schnäppchen und die anderen Speisen sind auch nicht günstiger. Dazu nehme ich einen kleinen Beilagensalat (1,50 €) und eine große Rhababersaftschorle (0,4l / 3,00). Die Preise für Salat & Getränk sind fair und Studentenfreundlich. Zudem kann man stundenlang an dem Tisch seiner Wahl sitzen und in Ruhe lesen, telefonieren, quatschen oder einfach nur in die Luft starren. Das tue ich auch. Zum Abschluss gönne ich mir noch einen Yogi Tee Classic (2 €), der vom freundlichen Kellner mit heißer Milch und Keks serviert wird.

So ist der erste Schock über die gestiegenen Mittagstisch-Preise schnell vergessen. Ich habe meine Ruhe, werde sehr freundlich bedient und bin gut gesättigt, da die Portionen groß sind. Das Café Safran ist und bleibt Gastronomie zum Ankommen, Wohlfühlen und Relaxen.

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Cocktails im Sausalitos

Schon wieder ist die Woche rum. Samstagabend, 21.30 Uhr! Ein Date steht an, zu viert. So etwas kann gut sein oder der totale Reinfall werden. Wir treffen uns, wie stilechte Hannoveraner das tun, an der Kröpcke-Uhr. Aber wo soll es hingehen? Vier Leute, wenige Vorschläge. Es fallen Jack the Rippers oder das Sausalitos. Wir entscheiden uns für Letzteres. Meine Freundin und ich laufen unseren Begleitern durch den strömenden Regen in die Osterstraße hinterher.

Angekommen stehen wir in einem sehr lauten und vollen Laden. Wir schlängeln uns an besetzten Tischen und Stühlen vorbei, bis zu einem freien Tisch, ganz hinten in der Bar. „Hier werden wir bestimmt nie bedient“, stellt unser Freund genervt fest. Doch, bedient werden wir. Aber es stinkt, und zwar nach Toilette. Neben unserem Tisch befindet sich direkt der Eingang zu den WCs. Man riecht es. Hinzu kommt, dass der Laden proppenvoll ist und die Lüftung anscheinend versagt hat. Unterhalten können wir uns auch nicht, da wir kein Wort verstehen, so laut ist die Musik. Es sind schlechte Bedingungen zum gemütlichen Kennenlernen.

Kurzerhand entscheide ich: ab nach vorne. Wieder zurück am Eingang, finden wir direkt am Fenster einen Platz und haben nun immerhin Luft zum Atmen. Wir bestellen Bier vom Fass (0,5 l / 3,50€) und einen Piña Colada (normal 7,60€ / Jumbo 12,00 €) für meine Freundin. Der scheint ihr gut zu schmecken, immerhin ist er nach drei Minuten leer getrunken. „Der schmeckt ja kaum nach Alkohol“, stellt sie etwas mürrisch fest. Und wir erklären ihr, dass es genauso sein soll, bei einem gelungenen Mixgetränk. Trotz guter Getränke und fixer Bedienung fühlen wir uns nicht wohl. Unser Freund hat eine saufende Männertruppe direkt im Rücken sitzen und wird von Zeit zu Zeit angerempelt. Das nervt. Immerhin werden wir zur Entschädigung auf eine weitere Runde eingeladen. Trotzdem, wir ziehen weiter. Wir können uns nicht entspannen und nicht unterhalten. Für ein erstes Date würde ich den Laden zur Primetime nicht empfehlen.

Kleine Schummelei im La Favola

Das La Favola in der Calenberger Neustadt wird mir von einer Freundin als ihr persönlicher Geheimtipp empfohlen. Sie preist die leckeren Gerichte von zwei italienischen Damen dermaßen köstlich an , dass ich es Samstagabend sofort aufsuche. Wieder im Schlepptau habe ich meine Freundin, mit der ich vor einer Woche bereits das Le Arcate als Reinfall erlebte.

Das La Favola in der Calenberger  Straße ist sehr klein. Man sollte vorher anrufen und fragen, ob noch Tische zu haben sind. Geht man einfach vorbei, kann es passieren, dass alles reserviert ist oder den Besitzerinnen deine Nase nicht passt. Anders können wir es uns nicht erklären, warum freie Tische an bestimmte Personen nicht und an andere Gäste wiederum doch vergeben werden. Aber das bleibt wohl das Geheimnis der beiden „Italienerinnen“.

Die Speisekarte ist klein aber fein. Es gibt eine tagesaktuelle Tafel draußen an der Wand. Natürlich wählen wir vorweg den Klassiker: Antipasti-Variationen für zwei (11,90 €).  Die Vorspeisen-Häppchen sind auf einem länglichen Teller appetitanregend angerichtet. Etwas Käse in Streifen geschnitten, dazu eingelegte Salami-Scheiben und Tomaten, Pilze, Auberginen sowie Zucchini finden sich dort. Die Antipasti sind noch lauwarm und werden mit einem leckeren Weißbrot serviert. Dazu trinke ich ein Glas roten Hauswein (3,50 €). Alles zusammen schmeckt sehr gut. Nur muss man sagen, dass die Portion für zwei doch sehr überschaubar ist.

Für die Hauptspeise wähle ich von der Tageskarte Lasagne mit Salat (9,90 €) und meine Begleitung eine Pizza mit Parmaschinken (8 €). Die Preise sind gut und die Qualität der Lebensmittel auch. Leider vermuten wir, dass der Parma kein Parma ist, sondern eher eine günstigere Variante. Es fehlt einfach der klassisch zart, aromatische Geschmack dieses eigentlich vorzüglichen Schinkens. Trotzdem, wir sind zufrieden.

Vor allem muss man das liebevolle Ambiente erwähnen. Im Hintergrund erklingen chillige Soul und Jazz-Rhythmen und die beiden Frauen sind mit Herzblut dabei. Aber psst … ein Geheimnis konnte ich lüften: Die beiden sind gar nicht aus Italien. Sie stammen aus Polen und dem Iran. Trotz kleiner Schummeleien handelt es sich bei diesem Restaurant auf jeden Fall um Gastronomie zum Ankommen, Wohlfühlen und Relaxen. Wir kommen wieder.

Le Arcate – leider ein Reinfall

Es ist Samstagabend und ich schnappe mir eine liebe Freundin. Die hat Hunger, viel Hunger. Ich auch. Sie wünscht sich Pizza oder Pasta – der Klassiker. Leider, ist auch dieser scheinbar simple Wunsch nicht so leicht zu erfüllen. Wir wollen unter Menschen, am liebsten in die Innenstadt. Wir einigen uns auf die Altstadt, weil dort eine besondere Atmosphäre herrscht. Mir fällt für die italienischen Gaumenfreuden dort nur das Le Arcate ein. Direkt in der Kramerstraße wollen wir geniessen und nebenbei den vorbeiziehenden Leuten beim Flanieren zuschauen.

Wir bestellen vorab Antipasti-Variationen (8,50 €) für uns zwei. Dazu gibt es, nicht stilvoll, aber bei dem Wetter sehr bekömmlich, Coca Cola (0,33l / 2,50 €). Das Brot, das von der etwas unkonzentriert wirkenden Kellnerin serviert wird, scheint schon einige Stunden zu stehen. Es ist trocken. Getunkt in Olivenöl jedoch verzehrbar. Bei der Hauptspeise sind wir uns sofort einig: Sahne und Spreck – sprich Carbonara (9 €) wollen wir essen. Einmal mit Tortellini und einmal mit Spaghetti. Dazu wieder Cola.

Ja, das Essen ist okay. Aber wie sagt meine Freundin so treffend? „Dieses Meeres-Gelumpe auf dem Vorspeisenteller hätten sie sich sparen können.“ Das sieht irgendwie nicht appetitlich aus und wir lassen es beide liegen. Unsere Carbonara sind sattmachend und lecker. Warum wird der Besuch zum Reinfall? Definitiv wegen des Services. Dieser ist unaufmerksam, nicht gerade höflich und schusselig zugleich. Etwas zu spät, nämlich nach dem Bezahlen, bemerke ich, dass die Dame uns 7,50 € zuviel berechnet hat. Auf der Rechnung steht „Diverses-Theke“ und ein nicht getrunkener Kaffee. Das kann passieren. Macht unseren aber ohnehin nicht berauschenden Eindruck zum krönenden Abschluss nicht besser. Zum Glück bekommen wir ohne Zickereien sofort unser Geld zurück.

Rustikales Viereck – das Carré

Wenn der Kellner sagt: „Bis der Arsch brennt!“ kann das nichts Gutes bedeuten. Aber nein, es war ja nur ein Spaß. Übersetzt meint er, dass das thailändische Gericht etwas feuriger serviert wird. Ich bin an einem Sonntagabend abseits der Bundesstraße, draußen in Arnum gelandet – im Carré am Arnumer See.

Das Restaurant grenzt an einen Campingplatz und liegt direkt am Feld mit Blick auf eine Pferdeweide gelegen. Es ist wahrlich idyllisch an diesem Abend. Die Sonne neigt sich und die Luft ist angenehm lau. Zugegeben, das Lokal wäre nicht meine erste Wahl gewesen, aber meine Mutter fühlt sich hier sehr wohl. Jetzt weiß ich auch warum. Es ist einfach herrlich unkompliziert. Das Interieur ist rustikal und der Kellner eher derbe, trotzdem irgendwie charmant. Eine interessante Kombination.

Ich bestelle Jägerschnitzel mit Pommes und einer Salatbeilage (10,20 €). Meine Mutter und ihr Lebensgefährte wählen beide aus dem thailändischen Teil der Speisekarte. Garnelen, Tintenfisch mit Zwiebeln, Paprika, Lauchzwiebeln, Chilli und Reis (11,70 €) soll es sein. Die schlechte Nachricht zuerst: Tintenfisch ist aus, dafür verspricht der rothaarige Kellner den Beiden mehr Garnelen. Auch gut. Das Essen wird nacheinander gebracht. Meines kommt zuerst auf den Tisch. Die thailändischen Kostbarkeiten trudeln einen Moment später ein. Wir sind zufrieden. Die Portionen sind groß, es ist ausreichend gewürzt und alles ist frisch zubereitet.

Wer also Thai-Food und deutsche Hausmannskost in einem Lokal geniessen möchte und dazu eine ruhige Aussicht bevorzugt, der könnte im Carré glücklich werden. Fernab von Großstadt Schicki-Micki und Hektik ist dieser Ort für das solide Geniessen bestens geeignet.

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Mein Lieblingsresto – Aresto

Endlich ist der Sommer in Hannover angekommen. Die Sonne prasselt auf unsere schöne Landeshauptstadt und die verregneten Gemüter verwandeln sich so langsam in fröhliche. Hannovers Gastronomie bietet einige schöne Plätzchen, an denen es sich herrlich verweilen lässt. Dazu zählt auch das Aresto, der Grieche am Leineufer.

Die große Außenterrasse des Restaurants bietet genügend Sitzmöglichkeiten. Bekommt man einen Platz direkt an der Mauer, so kann man die fließende Leine beobachten. Ihr Plätschern übertönt ganz sanft das Rauschen der Autos. Von hier aus lässt es sich Samstagmittag wunderbar das Treiben auf dem Flohmarkt verfolgen. Aber auch an einem Freitagmittag ist es sehr idyllisch an diesem Ort. Von 12 -15 Uhr gibt es einen Mittagstisch, bei dem man aus mehreren Gerichten, alle ab 7 € – 9,90 €, wählen kann. Inklusive ist ein kleiner Salat vom Buffett oder eine Tagessuppe.

Ich genieße an diesem wunderschönen Tag eine Linsensuppe vorweg und als Hauptgang einen Lammspieß. Ich bin begeistert. Es ist wie immer im Aresto: die Speisen sind dezent gewürzt und das Fleisch von bester Qualität, zart und aromatisch. Das Gemüse ist auf den Punkt genau gegart, hat also noch etwas Biss. Mein Lammspieß wird auf einem weißen rechteckigem Teller serviert. Das Gemüse ist stilvoll um den Spieß drapiert. Das Lamm ist dezent mit Metaxa Sauce beträufelt und wird durch eine kleine Ofenkartoffel, mit einem Klecks Quark, perfekt ergänzt.

Im Aresto stimmt einfach alles: vom Ambiente, über den freundlichen und professionellen Service, bis hin zu den hochwertigen Speisen zu fairen Preisen. Gastronomie zum Ankommen, Wohlfühlen und Relaxen … !

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Die Destille – ein Unikum

In der Nordstadt-Kneipe „Destille“ auf der Ecke zum Moore und Judenfriedhof haben wohl schon etliche Studentengenerationen ihr Bier getrunken. Und so ist dieses Lokal im Jahr 2013 für angehende Akademiker noch immer Pflicht. Aber auch andere, eher zwielichtigere Gestalten, süppeln hier am Tresen ein kühles Blondes. Zum Beispiel ein Gilde 0,4 für nur 2,60 €.

Man sollte hier weder überschwängliche Freundlichkeit, noch gesunde Speisen oder akribische Sauberkeit erwarten. Dafür gibt es leckere Pommes, eine riesen Portion für 3 € und Hamburger (5,50 €), die auch nicht schlecht sind. Es ist halt die Studi-Küche. Natürlich gibt es auch Gemüse. Dieses wird allerdings mit einem gut gemeinten Schwung Sauce Hollondaise übergossen und mit Käse gratiniert, was bleibt ist Fett.

Die Öffnungszeiten der Kult-Kneipe sind allerdings unschlagbar. In der Woche ist die Destille von 10 – 3 Uhr geöffnet und am Wochenende von 10 – 4 Uhr morgens. Das soll erstmal jemand nachmachen. Vor allem gibt es durchgehend warme Küche, einen Raucherraum in dem Fußball übertragen wird und einen Krökeltisch. Was will man(n) mehr ?!

Auf ein „La flûte“ ins LaSall

Montagabend. Meine Schwester und Ich haben Hunger nach dem Sport. Wir wollen eine Kleinigkeit essen. Ich kann ihr gerade noch die Portion Pommes bei Burger King ausreden. Es muss doch bei uns in der Südstadt eine kleinen Snack geben und das in angenehmerer Atmosphäre als im Drive In? Ich überlege und schlage Baba, Goldfisch, Buon Giorno und das LaSall vor. Wir einigen uns auf letzteres.

Die Terrasse vor der Südstädter Kneipe sieht sehr einladend und gemütlich aus. Hier könnte man so manch‘ lauen Sommerabend versacken. Aber um halb zehn setzen wir uns doch lieber rein. Es ist fast jeder Platz im Lokal belegt, aber wir bekommen noch einen kleinen Tisch.

Die Karte sagt uns: Es gibt keine Pommes für meine Schwester. Dafür gibt es andere Leckereien, wie Pasta, Baguette, Salate oder Tapas. Ich würde es mediterrane Bistro-Küche nennen. Okay, ich gebe es zu, ich weiß schon längst was ich nehme. Mein Lieblings-Baguette hieß hier früher „la flûte“ (die Flöte) und hat jetzt keinen Namen mehr. Dafür schmeckt es immer noch wie eh und je. Ein krosses Baguette mit geschmolzenem Käse, dazu Schinken, Gewürzgurke und Zwiebeln. Es wird mit etwas sour cream und einem wirklich frischen und lecker gewürzten Beilagensalat serviert (6 Euro). Meine Schwester hat die vegetarische Variante für 5 € gewählt und bekommt ein Tomaten-Mozzarella Baguette, ebenfalls mit Salat. Der Preis für das Essen ist okay. Nur meine kleine Apfelschorle (0,2l) ist mir mit 2,50 € etwas zu teuer.

Zufrieden und mit etwas mehr, als nur einer Kleinigkeit im Bauch, ziehen wir nach Hause.

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Müllers enstpanntes Casa del Vino

Beim Flammkuchen geniessen und süffigen

Flammkuchen (6,90€) geniessen und dazu süffigen „Donna Estrella“ (3.20€) trinken.

Träumen die Deutschen nicht immer von Entschleunigung, davon einen Gang runter zu schalten? Einfach mal die Zeit anhalten und (durch-)atmen? „Müllers enstpanntes Casa del Vino“ weiterlesen