Kleine Schummelei im La Favola

Das La Favola in der Calenberger Neustadt wird mir von einer Freundin als ihr persönlicher Geheimtipp empfohlen. Sie preist die leckeren Gerichte von zwei italienischen Damen dermaßen köstlich an , dass ich es Samstagabend sofort aufsuche. Wieder im Schlepptau habe ich meine Freundin, mit der ich vor einer Woche bereits das Le Arcate als Reinfall erlebte.

Das La Favola in der Calenberger  Straße ist sehr klein. Man sollte vorher anrufen und fragen, ob noch Tische zu haben sind. Geht man einfach vorbei, kann es passieren, dass alles reserviert ist oder den Besitzerinnen deine Nase nicht passt. Anders können wir es uns nicht erklären, warum freie Tische an bestimmte Personen nicht und an andere Gäste wiederum doch vergeben werden. Aber das bleibt wohl das Geheimnis der beiden „Italienerinnen“.

Die Speisekarte ist klein aber fein. Es gibt eine tagesaktuelle Tafel draußen an der Wand. Natürlich wählen wir vorweg den Klassiker: Antipasti-Variationen für zwei (11,90 €).  Die Vorspeisen-Häppchen sind auf einem länglichen Teller appetitanregend angerichtet. Etwas Käse in Streifen geschnitten, dazu eingelegte Salami-Scheiben und Tomaten, Pilze, Auberginen sowie Zucchini finden sich dort. Die Antipasti sind noch lauwarm und werden mit einem leckeren Weißbrot serviert. Dazu trinke ich ein Glas roten Hauswein (3,50 €). Alles zusammen schmeckt sehr gut. Nur muss man sagen, dass die Portion für zwei doch sehr überschaubar ist.

Für die Hauptspeise wähle ich von der Tageskarte Lasagne mit Salat (9,90 €) und meine Begleitung eine Pizza mit Parmaschinken (8 €). Die Preise sind gut und die Qualität der Lebensmittel auch. Leider vermuten wir, dass der Parma kein Parma ist, sondern eher eine günstigere Variante. Es fehlt einfach der klassisch zart, aromatische Geschmack dieses eigentlich vorzüglichen Schinkens. Trotzdem, wir sind zufrieden.

Vor allem muss man das liebevolle Ambiente erwähnen. Im Hintergrund erklingen chillige Soul und Jazz-Rhythmen und die beiden Frauen sind mit Herzblut dabei. Aber psst … ein Geheimnis konnte ich lüften: Die beiden sind gar nicht aus Italien. Sie stammen aus Polen und dem Iran. Trotz kleiner Schummeleien handelt es sich bei diesem Restaurant auf jeden Fall um Gastronomie zum Ankommen, Wohlfühlen und Relaxen. Wir kommen wieder.

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